Mittwoch, 27. August 2008

Wärmstens empfehle …

Die Suche geht weiter. Und wenn ich auf eine Erkenntnis gekommen bin, begreife ich, dass ich noch gar nichts begriffen habe, was ich begreifen will. Ich suche immer noch nach der absoluten Wahrheit, die man wahrscheinlich nicht begreifen kann. Ich suche die Idee: Idee, für die man lebt.

Durch Zufall gelang mir ein Buch in die Hände. Und obwohl ich von der literarischen Kunst nicht viel verstehe und mich immer auf den Geschmack meiner Freunde verlies, hat mich das Buch zutiefst gerührt. Und deswegen will ich es Dir, mein lieber Freund, wärmstens empfehlen:

Autor: Mitch Albom
Titel: Dienstag bei Morrie. Die Lehre eines Lebens.


Das Buch hat das Nichtausgesprochene und tief in mir Unruhende ausgesprochen: Man fängt erst dann etwas zu schätzen, wenn man das verliert. Wir, Menschen, sind schon seltsame Wesen, die sich so erfolgreich in den tiefsten Fell des Kaninchen (vgl. „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder) reinkriechen und uns vollkommen dem Alltag und nicht dem Wesentlichen – nämlich dem Leben – widmen ...

Ich ging nach Kenia um mich zu verändern, um mich zu stärken, um meine Werte neu zu finden. Hat das gewirkt? Als ich das Krankenhaus, die Kinder ohne Aussicht auf die Zukunft, all das sah, was man ungern sieht, war ich total entschlossen nach Deutschland zurückzukommen und das zu ändern. Und was ist passiert? Ich kam zurück, kümmerte mich um die Wohnung (WG), um den Job, um meine Zukunft. Währenddessen bin ich so tief in dem Alltag versunken, dass meine Reise nach Afrika mir heute noch wie ein Film vorkommt. Schade …

Mein Leben lang waren meine Freunde mir so wichtig. Und was mache ich, wenn sie in der Nähe sind? … – ziehe vermeintlich „wichtige“ Termine vor.

Ich würde mir so gerne die Gefühle, die ich nach diesem Buch habe, in meinem Herzen eingravieren, damit ich das immer weiß und immer spüre und nicht im Alltag und Nichtigkeit versinke. Und solange ich das noch spüre,

möchte ich Dir sagen,

wie wichtig Du mir bist,

weil Du mein Freund bist!

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