Montag, 12. Januar 2009

Mit viel Glück kommt man nach Singapur

Ob es Zufälle im Leben gibt oder das Schicksaal – Einsichtssache. Manchmal hat man halt Schwein, großes Schwein – in meinem Fall.
Es geschah, als ich den Arbeitsvertrag im Herbst unterschrieb und gerade dabei war meine neuen Kollegen kennen zu lernen. Einer der Kollegen reichte mir einen Umschlag mit meinem Namen drauf. Drin war Einladung zu seiner Hochzeit nach Singapur.
Paar Wochen später bekam ich Urlaub. Mein Kollege und seine Braut unterstützen mich ganz toll beim Antrag des singapurischen Visums. Am 1. Dezember saß ich schon im Flieger nach Kuala Lumpur.
Und da hat es mit dem Glück so richtig angefangen. Nach dem im Internet bestellten Special Menu bekam ich noch ein zusätzliches Menü, da ich eben noch Hunger hatte.
(das ist nur Blick aus meinem Zimmer auf die Parallelstraße)
(an der Decke meines Zimmer Richtung zu Mekka, in die man betet)
(in Batu Caves) (Old Rail Station)
(Bukit Bintang)
In Kuala Lumpur kam ich in einem Hotel in dem angesagtesten Bezirk der Stadt an – Bukit Bintang. Mit meiner neuen Bekannten und ihren Freunden machte ich die Stadt unsicher. Indische Tempel, Ausflug in Höhlen – Batu Caves, Raggy Bar, China Town und Swimming Pool auf dem Dach des Wolkenkratzers über Kuala Lumpur. Drei Tage später saß ich schon in einem private Jet ähnlichem Bus nach Singapur – für 40 EUR inkl. Essen, Trinken, Filmen, Musik und extra kuschelige Decke (40 EUR Ticket für Hin- und Zurück!!!).
In Singapur gelandet machte ich mich auf den Weg zum Strand in East Coast Park. Auf dem Rückweg lernte ich einen supernetten Taxifahrer Nazik kennen. Die Fahrt durfte ich dann nicht bezahlen, weil Singapurer so nett zu den Fremden sind.
Die Stadt erkundigte ich mit der Familie von meinem Kollegen – seinem Bruder und zwei Neffen. Es liegt wohl in der Familie mich permanent zum Lachen zu bringen. Bald kroch ich schon über den Boden, weil ich vom Lachen nicht mehr gerade stehen konnte. Gemeinsam hatten wir eine Menge Spaß!
(Essen in China Town)

(Hafen von Singapur)
(Junggesellenabschied)
Der Tag der Hochzeit – Höhepunkt meiner Reise. So glückliche Menschen, wie meinen Kollegen und seine Braut habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Sie steckten uns alle mit ihrer guten Laune und dem besonderen Glücksgefühl an. Und wir schwangen uns alle gemeinsam in den 24. Stock des Hauses, in dem die Braut und ihre Familie lebten. Nach viele Fragen und Aufgaben dürften wir dann in die Wohnung rein, lernten die große Familie, alle Onkels und Tante kennen, aßen Hochzeitkuchen und tranken Hochzeitstee. Nach der Teezeremonie, bei der das Brautpaar sich bei den Eltern und Verwandten bedankt hat und reichlich beschenkt wurde, fuhren wir ins Treaders Hotel, wo die standesamtliche Zeremonie stattfand.
(Brautpaar und Hochzeitsgäste nach der Trauung in Traders Hotel)
Unser Abendsprogramm setzte sich in dem berühmtesten Zoo der Welt fort. Auf die singapurische fortschrittliche Art erkundeten wir die Wildnis und beobachteten die Tiere in der Nacht (Night Safari).
Singapur war und ist einfach atemberaubend, auch wenn viele meinen, Singapur wäre langweilig. Für mich war das alles andere als langweilig. Es war einfach ein Traum – mein Traum!
Und da ich nicht länger aus dem Traum aufwachen wollte, habe ich glatt mein Hotel (1 BnB Hotel im 25.Stock, Block 103/107, Spottiswoode Park Rd – nur zu empfehlen!!!) bei Jennifer um ein Tag verlängert. Und als ich an meinem vorletzten Tag in Singapur aufgewacht bin, wurde ich ein bisschen traurig: ich musste mich von dem netten Bruder und Neffen meines Kollegen verabschiedet… ich musste bald von meiner Traumstadt Abschied nehmen … und es regnete in Strömen :(
(Clarke Quay Viertel am Singapore River)
(Scharfkurve auf Singapurisch ;)
Vom Regen haben mich dann der ausgeliehene Regenschirm und Taxi gerettet. Ich ging spazieren in Clark Quey, fuhr zu Little India zum Essen und zu der International School nähe Alexandra Park, wo meine Freundin zur Schule gegangen war. Oh mein Gott war das trotz Regens ein schöner Tag!
Am nächsten Tag kam ich bei meiner Freundin in Kuala Lumpur an. Zusammen mit ihren Freunden gingen wir in die angesagteste Bar („21“ in Bukit Bintang) und dann in „Zouk“ (das coolste Nightclub in KL) aus! Am nächsten Abend traf ich meine neuen Freunde wieder. Sie zeigten mir ihr KL, ihre Lieblingsbar „La Bodega“ und ihr Lieblingsrestaurant, was Supper um 2 Uhr Nachts angeht. Selbstverständlich ist Supper um 2 Nachts. Was dachtest du? Grundsätzlich pflegt ein Malaie sieben Mal am Tag zu essen: Frühstück (typisch „nasi lemak“, was übersetzt fetter Reis heißt und aus Reis, Gurkenscheiben, getrockneten Sardellen, Eiern und Sambal besteht), dann Teetime (dabei isst man auch), dann Lunch, danach Teetime, Abends dann Dinner, nachdem Dinner hat man halt Teetime und in der Nacht isst man Supper. Cool, oder?
(In "Zouk")
(„!صباح الخير“ - ṣabaḥul-ḫayr - Guten Morgen!)
(In der "La Bodega")
Es war so schön. Aber wie alles Schönes auch meine Reise hatte ein Ende. Glück hatte ich noch als ich eine Wette verlor. Mein Einsatz war bald wieder nach KL zu kommen …
... Ich muss echt großes Schwein gehabt haben …

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