Samstag, 10. Oktober 2009

Auf dem Weg . . .

Vor zwei Wochen habe ich die Einladung zum Auswahltag des Deutschen Entwicklungsdienstes bekommen. Die erste positive Antwort seit einem halben Jahr! Na endlich!!!!!!

Diesmal habe ich mich so richtig gut vorbereitet. Mit Nika habe ich vieles diskutiert. Mit Lilli habe ich mein Englisch geübt. Eine Woche lang konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich einen Rock oder Hose anziehe. Ich hab beides mitgenommen.

Aber auch die gründlichsten Vorbereitungen konnten mich nicht vor kleinen Pannen schützen. An dem Tag, an dem ich nach Bonn gefahren bin, warteten auf mich viele Überraschungen.

Meine Küche sah am frühen morgen wie ein Schlachtfeld aus. Den Weg zum Wasserkocher musste ich erst frei machen. In der Badewanne lag unsere Mülltonne. Nett! Ich hab dann das Bad geputzt.

Meine Mitfahrgelegenheit teilte mir dann kurzfristig mit, dass sie zwei Stunden früher losfährt und mich nicht mitnehmen kann. Na gut, im Internet habe ich dann eine neue gefunden. Wiesenbesucherheimfahrer.

Für zwei Stunden bin ich zum Geburtstag meiner Freundin vorbeigekommen und hab ihr geholfen Salate zu schnippeln. Und dann musste ich schon wieder gehen. Meine Mitfahrgelegenheit wartete.

Den langen Weg nach Bonn haben wir mit spannenden Gesprächen verbracht. Wie immer waren coole Leute dabei: kirgisischen Geografin, Wirtschaftsinformatiker aus Yemen und ein durch die Welt reisendes spanisches Pärchen.

Nun nach Mitternacht bin ich in Bonn angekommen. Nicht so schnell, aber doch irgendwann fand ich mein Hotel. Nun war ich auch von meinem Zimmer nicht unbedingt positiv beeindruckt. Eine Spinne, die mit mir das Bett teilen wollte, war der letzte Tropf an dem Tag. Ich rief die Rezeption an und bat um ein neues Zimmer. Der letzte Hauch vom Schlaf war dann verflogen. Ich lag im Bett und wartete auf den Morgen.

Der ließ nicht lange auf sich warten. Red Bull plus die Aufregung haben dazu beigetragen, dass ich kein bisschen müde war. Ich habe in den Spiegel geschaut und musste an meinen guten Freund Gerhard denken. Eins sagte er mir, „die Schlachte gewinne man im Kopf“. Und dann musste ich daran denken, dass meine Schlacht ich bereits gewonnen hab!

Was soll ich sagen. Ich musste tierisch Schwein gehabt haben.

Die DED-Leute wollen mich als Entwicklungshelfer haben!

Nun soll ich warten, ob auch die Partnerorganisation vor Ort von mir genau so überzeugt ist wie DED...

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