Erkenntnisse kommen durch den Vergleich…
Wenn man in Duschanbe am Flughafen ankommt, kommt man in eine triste Halle, wo man die Grenze passiert. Durch diese Halle sind schon sämtliche ausländische Gäste marschiert. Neben dieser Halle steht ein modernes Gebäude mit Klimaanlage, bequemen Sofas und Sesseln, frischem Tee und Kaffee und leckeren Kuchen. Diese Halle ist für VIP Gäste vorbehalten. Ich bin in Genuss gekommen diese Halle aufzusuchen, um wichtige tadschikischen Gäste zu empfangen. Dabei mussten sie noch nicht mal ihr Gepäck tragen. Das wird alles von den Sicherheitskräften erledigt.
In diesem Moment habe ich mich gefragt, wer wen hier bitte schön entwickelt.
Die Tadschiken können viel mehr leisten, viel mehr erreichen, viel mehr genießen, als das je ein Ausländer geleistet, erreicht oder genossen hat.
Öfters stelle ich die Frage nach dem Sinn meines Aufenthaltes hier und was ich alles leisten und für Tadschikistan und mich selber erreichen kann...
2 Kommentare:
a)
Wie viel Sinn macht es, von "den Tadschiken" zu sprechen?
Das hört sich für mich ein bisschen pauschalisierend an...
b)
Entwicklungshilfe (und ich sage bewusst "-hilfe", und verwende keinen Euphemismus wie "-zusammenarbeit") ist in aller Regel ja nicht dafür da, ein Defizit im "Können" der Empfängerländer zu kompensieren. In der Regel geht es doch eher um ein Defizit im "Wollen".
a) ja, das habe ich mir auch gedacht, als ich das schrieb. Aber das erleichtert die Betrachtung und das Urteilen.....
b) da hast du sowas von Recht. Vor allem ein Defizit im Können kann behoben werden. Wie soll man mit einem Defizit im Wollen umgehen? Wir tun hier alle so, als ob es doch meistens um Können geht .............
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