Dass Sammy jetzt im Knast sitzt, hat er zum Teil mir zu verdanken. Da wir öfters durch die Dörfer zogen, zum Lake Chem Chem gingen, wurden viele Menschen neidisch. „Oh, Sammy hat jetzt ne Weiße, also hat er Kohle. Lass uns doch an seinem „Glück“ teilhaben.“ Und so lief Sammy ins offene Messer und landete im Knast, weil ihn jemand verpetzt hat.
Ich bin mir meiner Schuld bewusst. Sobald ich erfuhr, dass Sammy verhaftet worden ist, ging ich zur Polizei. „Hey, Jungs, was kann man machen, dass der Mann rauskommt. Seine Frau, seine hungrigen Kinder warten auf den Papa.“ Die „Jungs“ bei der Polizei blieben von meinem Auftritt unbeeindruckt. Während ich mich auf der Polizeigelände herumtrieb, sah ein tüchtiger Rechtsanwalt, wie er sein Geld verdienen kann. Er schnappte mich und erklärte ganz kompliziert, wie viel es kosten würde, um Sammy rauszuholen. Da ich aber die runde Summe nicht in der Tasche hatte, musste ich nach Hause ohne Sammy gehen. Der Rechtsanwalt ließ aber nicht locker. Und fing schon mal an mich in eine Falle zu locken. Gut, dass ich auf ein ausgezeichnetes Wissen von Silvia zurückgreifen kann. Sie schrieb einen Brief, den ich persönlich bei dem Rechtsanwalt abgegeben habe.
Seitdem ist es mir von Silvia „verboten worden“, auf der Polizeigelände aufzutauchen. Ich halte mich zurück. Und in dieser Zeit zieht Silvia ihre Fäden im Hintergrund. Und die Menschen gehorchen ihr wie die Marionetten. Es bleibt uns nur geduldig zu sein und soweit es geht (moralisch und finanziell) die Frau und Kinder von Sammy zu unterstützen.
Samstag, 9. Februar 2008
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