Samstag, 8. März 2008

Bürokratie tötet jegliches Enthusiasmus … aber nicht meins

Seit ich hier in Kenia bin, versuche ich vieles zu begreifen, zu ändern, zu verbessern… Langfristig habe ich allerdings keine Veränderungen hervorgebracht. Vor meiner Abreise nach Kenia habe ich mich bewusst gegen die großen Weltorganisationen entschieden. Ich wollte zuerst die Menschen kennen lernen, ihre Kultur, Sprache, Tradition, um erst dann entscheiden zu können, wo sie und überhaupt ob sie Hilfe brauchen. Jetzt sehe ich, dass es unglaublich viele Bereiche gibt, die langfristig und nachhaltig verändert werden müssen. Wenn nicht, droht dem Land schwarze Zukunft.

Wenn ich mit den Menschen spreche, verstehen sie meinen Punkt. Aber kein kümmert sich drum. Jeder wirft Müll überallhin, lässt überall auf den Straßen Abwasser fließen. Überall ist Dreck und Gestank. Überall in Kenia, außer den Touristenorte!!!

Ich muss langsam mir selber gestehen, dass ich alleine wenig was bewegen kann. Aber ich habe Ideen. Also, brauche ich doch die Strukturen der Weltorganisationen. So wandte ich mich an die nächste Welthilfsorganisation, die ich kenne – rotes Kreuz. Ich ging extra nach Mombasa um mit den Guys vom RK zu sprechen. Ich ging auch nach Malindi… Ergebnis ist dasselbe: Bürokratie, Bürokratie und nochmals Einfallslosigkeit. Also, ehrlich. Ich komme, biete Ideen, meine Arbeitskraft usw. an und als Antwort höre ich, dass ich eine lange bürokratische Prozedur durchlaufen muss. Nach der Registrierung als Mitglied soll ich diverse Schulungen besucht haben. Erst dann darf ich an den bereits vor 20 Jahren festgelegten Aktivitäten teilzunehmen. Nein, danke! Meine ganze Euphorie ist im Nu verflogen!

Nun gut, wenn mich keiner haben will, mache ich die Sache auf eigene Faust.

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