Mittwoch, 18. Juni 2008

Lamu-Insel oder meine neue Motorradgeschichte

Wie auch die letzten Stunden vor dem Abflug nach Kenia, wurde die letzte Woche in Kenia mit einem Unfall gekrönt. Damals im November 2007 lieh ich das Auto meines Kollegen aus und schuf kurz vor dem Abflug noch zwei Unfälle zu bauen. War Gott sei Dank nichts Schlimmes. Und ich hoffe, mein Kollege hat mir verziehen. Und in Kenia wollte ich noch die von den Touristen beliebte arabische (omanische) Lamu – Insel sehen (http://de.wikipedia.org/wiki/Lamu). Aber ich wollte nicht als Tourist dort anreisen. Ich lieh mir wieder mal ein Motorrad aus und bat einen Freund mitzukommen. Nach meinen Berechnungen sollte die Reise drei Stunden dauern… Nach fünf Stunden und kleinem Ausrutscher im Schleim kamen wir in Lamu an. Der Höhepunkt der Reise war aber nicht die Insel, sondern die Fahrt. Nachdem wir auf der Insel was kleines zu uns genommen haben, haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Mit einem Schnellboot zurück aufs Festland´, wo unserem tollen Bajaji (chinesische Motorradmarke) gewartet hat.

Da ich die Hinfahrt fast alleine „gemeistert“ habe und meine Hände bluteten, hat Wakar alias Kacharo die Führung des Fahrzeugs übernommen. Sonne hat den schleimigen Off-Road getrocknet und wir konnten jetzt viel schneller die gefährlichen Stellen passieren. Wakar fuhr sehr zügig. Als wir dann von der Seitenstraße auf die Hauptstraße kamen,… nahm ein vorbeifahrender Landrover uns mit. Wakar hat nicht gebremst, er hat noch nicht mal sich umgeschaut, sondern kam sehr zügig auf die Hauptstraße. Zum Unglück fuhr dort auch zügig ein anderer Fahrzeug. Das war der Polizeichef. Der überfuhr den vorderen Rad unseres Motorrades… und plötzlich lagen wir auf dem Boden. Aber es ist wieder nichts schlimmes passiert. Das, was tagsüber bei mir geheilt hat, wurde wieder aufgerissen, paar Blauflecken kamen noch dazu. Aber ansonsten ist uns beiden wirklich nix passiert!

Nachdem wir uns liegend mitten auf der Straße gefunden haben, kamen viele Menschen zu uns zur Hilfe. Auch der Polizeichef mit seiner Mannschaft. Er bat uns Hilfe und kurze Zeit darauf nahm uns zu dem nächsten Krankenhaus mit. Wakar hatte Gott sei Dank keine Verletzungen. Nur ich musste im Krankenhaus behandelt werden. Alle waren total lieb. Haben sich voll viel Sorgen gemacht, um alles gekümmert. Die Behandlung hat dann der Polizeichef bezahlt, auch wenn ich damit nicht einverstanden war.

Er kümmerte sich auch um ein Fahrzeug, das uns nach Malindi mitnehmen sollte. Es war doch eine unsichere Gegend, mitten in der Halbwüste, nicht weit von der somalischen Grenze entfernt.

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