Samstag, 20. März 2010

Mein erster Tag in Duschnabe

3 Uhr morgens Ankunft in Duschanbe. Schneesturm. Saukalt.


Mein neuer Kollege half uns Zollformalitäten erledigen. Danach packten wir (meine DED Kollegen und ich) unsere Sachen in ein großes Jeep und wir fuhren in die Gästewohnung. Die Fahrt dauerte knappe viertel Stunde. Der Flughafen liegt direkt in der Stadt.


Seit der Ankunft fühlte sich alles so vertraut an, als ob ich hier schon mal gewesen wäre. Die Stadt, Straßen, Geschäfte, Leute – alles erinnerte mich an die sowjetische Zeit in der Ukraine. Das war eine Reise in meine Vergangenheit.


Obwohl es schweinekalt und schneeig war, fühlte sich die Stadt warm an.


(Verkehr in Duschanbe ist echt verrückt, Ampel wie die Fußgänger werden nicht beachtet, manche rennen einfach auf der Straße wie dieser Junge)

Am Sonntag gingen wir die schneeige Stadt Duschanbe erkunden. Das erste, was mir auffiel, waren die breiten Straßen. Sind in Kiew die Straßen genau so breit? Oder kommt mir das nur so vor, weil in Kiew die Straßen überfüllt sind, und hier sind sie schön breit und vergleichsweise frei. Und dann noch diese alten sowjetischen Gebäude und die riesen schneebedeckten Tannen auf den Straßen. Ich liebe sie.


Wir gingen auf den Markt. Dort kann man alles Mögliche vom Essen bis Klamotten, Hausutensilien usw. kaufen. Und vor allem eine eklige Kaudroge – Nos. In Kenia waren das die Zweige eines Baums, Kat (Mira auf Swahili) genannt. Hier ist es eine Mischung wie Kautaback, grün und eklig riechend. Es soll auch eklig schmecken, ruft eine gleichgültige Stimmung hervor. Nach einiger Zeit spucken die Männer dieses Zeug aus und es sieht aus wie Kaka vom Huhn (sorry für die Details).


Auf dem Basar gab es viel Obst und Gemüse, besonders viele mir unbekannte Wurzel, grünes Zeug und was weiß ich noch. Bin gespannt, wie das ganze schmeckt. Besonders begeistert war ich von der Menge und der Vielfalt der Trockenfrüchte und Nüsse.




(Ismoil Somoni - Denkmal. Er war ein bedeutender Herrscher, der als Symbol der tadschikischen Staatlichkeit dient. Interessante Tatsache: Somoni sieht genau so aus, wie der aktuelle Präsindent Tadschikistans - Emomali Rahmon - in jungen Jahren). 



(Auf dem Bogen steht: Garten des Meisters Rudaki - dem berühmten Dichter und Helden in der tadschikischen Geschichte. Hinter dem Bogen verbirgt sich das vor kurzem angelgeter Garten. Palatz, was man in der Weiter sieht - heißt "Palatz der Nationen" - gehört aber dem Präsidenten persönlich).

Zum Mittag gingen wir in die Tschojchona – ein Teehaus essen. Früher waren das Teehäuser, wo alte weise bärtige Männer saßen und ihren Tee tranken. Heute sind das Restaurants, wo auch ganz normaler Tadschike zu Mittagessen kommen kann.


Auf der Karte habe ich viele leckere Sachen gefunden, viele Suppen (was mich besonders freute), Schaschlyki, Reis mit Fleisch (Oschpalau) und ukrainischen Borschtsch. Grundsätzlich gibt es hier viele Sachen, die in der Ukraine hergestellt werden, worauf ich natürlich sehr stolz bin!


Tschojchona "Rochat"


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