Montag, 28. Dezember 2009

Zehn Stunden Schlange stehen oder warum bin ich ein Tag später in Kiew angekommen

Das ganze Haus in Bad Honnef stand leer. Alle Leute waren schon abgereist. Ich blieb ganz alleine und konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Es fiel dann nicht mehr so schwer früh aufzustehen um zeitig zum Flughafen zu kommen. Draußen war saukalt, und als ich am Flughafen ankam, hat es ganz dolle geschneit.
Ein Tag zuvor online eingecheckt, musste ich nur meinen Koffer abgeben. Sicherheitskontrolle, Duty Free, Boarding. Dachte ich… Ich brauche mich nicht so beeilen – sagte Zöllner bei der Passkontrolle. Es sähe nicht gut aus. Der Flug nach Kiew möge abgesagt werden. Bei diesem Schneefall und Witterungsverhältnissen fliege keine Maschine.
Drei mal wurde unsere Abflugzeit um eine Stunde verschoben. An den Monitoren beobachteten wir, wie nach und nach alle Flüge nach Moskau, Sankt-Petersburg, London und Miami abgesagt wurden. Irgendwann wurde auch unser abgesagt. Wir sollten an Lufthansa Schalter Info und neue Ticket erhalten. Als wir am Schalter ankamen, standen dort bereits Tausende, deren Flüge ebenfalls abgesagt wurden. Die Schlange bewegte sich sehr mäßig. Die Zeit vertrieb ich mit Interview geben dem „heute journal“, Leute kennen lernen und einer oder anderen Familie bei der Übersetzungen helfen. Viele Familien aus ganzer Welt landeten in Düsseldorf als Zwischenstopp auf dem Weg in die Ukraine oder nach Russland. Sie sprachen kein Deutsch und kein Englisch, so dass auch wenige Worte in der Muttersprache über die Situation sie sehr beruhigen konnte.
Irgendwann kam der Abend. Am Schalter konnte ich alle meine Frage klären und bekam Abendessen, Taxi und Hotel frei. Wie froh war ich, dass Lufthansa sich so um ihre Passagiere kümmert.
Am nächsten Morgen sind wir mit einer dreistündigen Verspätung Richtung Kiew gestartet…

Keine Kommentare: